Die Nominalrendite zeigt die prozentuale Steigerung deines Ersparten auf dem Papier – wenn dein Sparkonto 3% Zinsen bringt, ist das deine Nominalrendite. Die Realrendite zieht davon die Inflation ab: Bei 3% Zinsen und 2,5% Inflation bleibt dir real nur 0,5% Kaufkraftgewinn. Das ist der Unterschied zwischen dem, was dein Kontoauszug zeigt, und dem, was du tatsächlich kaufen kannst.
Häufig gestellte Fragen
Alles Wichtige zu Realrendite, inflationsgeschützten Anleihen und Kaufkraftschutz
Inflationsindexierte Bundesanleihen (Bundesanleihen mit Inflationsschutz) sind ideal, wenn du dein Vermögen über längere Zeit aufbauen möchtest und die Sicherheit einer Staatsanleihe schätzt. Die Nominale Anlagesumme wird an die Inflation gekoppelt, sodass du garantiert eine echte Realrendite erhältst – allerdings typischerweise niedrig, zwischen 0,5% und 1,5% pro Jahr. Sie funktionieren als stabiles Fundament im Portfolio, nicht als Rendite-Turbine.
Sachwerte haben einen inneren Wert, der mit der Inflation wächst: Wenn die Miete für eine Immobilie steigt, steigt oft auch ihr Marktwert. Ein Grundstück oder eine vermietete Wohnung verdient sich selbst „nach oben”, während Geldvermögen auf dem Konto an Kaufkraft verliert. Dazu kommt: Du kannst bei Immobilien von Leverage profitieren – mit kleinerem Eigenkapital einen größeren Wert absichern.
Das kommt auf die Konditionen an. Wenn Festgeldzinsen über der Inflationsrate liegen – etwa 3,5% Zinsen bei 2,5% Inflation – lohnt sich Festgeld für dein Sicherheitspolster. Bei längeren Laufzeiten (3–5 Jahre) kannst du derzeit 2,5–3,5% erreichen. Allerdings sollte Festgeld nur einen Teil deines Vermögens ausmachen; für echten Inflationsschutz brauchst du zusätzlich Sachwerte oder inflationsgeschützte Anleihen.
Ein ausgewogenes Portfolio könnte so aussehen: 30–40% Sachwerte (Immobilien oder Rohstoffe), 20–30% inflationsindexierte Anleihen, 20% Festgeld für Liquidität, und 10–20% klassische Geldanlagen für Flexibilität. Der genaue Mix hängt von deinem Alter, deiner Risikobereitschaft und deinem Zeithorizont ab. Das Wichtigste ist, dass du nicht auf nur eine Strategie setzt – Diversifikation ist dein stärkster Schutz gegen Inflation.
Die Formel ist einfach: Realrendite = Nominalrendite minus Inflationsrate. Wenn du 4% Zinsen bekommst und die Inflation 2% beträgt, liegt deine Realrendite bei 2%. Berücksichtige dabei auch Steuern – nach der Abgeltungssteuer bleibt dir weniger übrig. Über mehrere Jahre hinweg siehst du den Effekt deutlich: Bei 3% Nominalrendite und 2,5% Inflation verlierst du nach 20 Jahren etwa ein Viertel deiner Kaufkraft, wenn du nur auf Bankguthaben setzt.
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